 |
"Jeden Tag ein bisschen
besser" – mit diesem Slogan preist nicht nur die Werbung ihren
Ehrgeiz. Auch Eltern, Lehrer, Arbeitgeber könnten in das Credo
einstimmen. Nach den jüngsten Erfolgen werden immer gleich die neuen
Ziele ausgerufen. Was gestern gut war, muss morgen überboten werden:
Die Skala ist nach oben immer offen. Jeder könnte besser, schneller,
attraktiver sein.
Karriere, Körper, gut
gepflegte Netzwerke – alles Aktivposten in einem Leben voller
Potenziale und Optionen. Bildung, Schönheitsbehandlungen, Therapien:
ein Heer an Dienstleistern steht bereit, um aus uns allen das Letzte
rauszuholen. Das Bekenntnis zu Grenzen und Schwächen käme einer
Bankrotterklärung der eigenen Chancen gleich.
"7 Wochen ohne falschen
Ehrgeiz", das klingt auf diesem Hintergrund wie eine Aufforderung
zum Scheitern, ein Lockruf der Sünde in einer optimierten Welt. „Gut
genug!“, lautet die Botschaft, die wir Ihnen dafür mit auf den Weg
geben. Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein lassen
und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit
aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen
aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks.
Als Christen ist uns
gesagt: Jenseits allen Werkelns hat der Mensch einen Wert an sich.
Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und
Herrlichkeit hast du ihn gekrönt, so besingt Psalm 8 Gottes gute
Schöpfung, den Menschen. „Gut genug!“ – damit stimmen wir ein in
dieses Lob und entdecken die Gnade, mit der wir gesegnet sind.
Arnd
Brummer,
Geschäftsführer der Aktion
"7 Wochen Ohne" |