Rügerrieth - Gottesdienste

Bis zu 600 Menschen zieht es jedes Jahr an Pfingstmontag nach Rügerrieth. Was hat es mit diesem Ort eigentlich genau auf sich?

Rügerrieth (zumeist Das Rügerrieth genannt) ist eine Wüstung auf der Gemarkung der Stadt Mainbernheim.  Das Dorf wurde bereits im 15. Jahrhundert aufgegeben. Wahrscheinlich zwang die wirtschaftliche Lage die Bewohner zum Verlassen des Siedlungsplatzes. Bis heute wird allerdings ein Rügerriether Bürgermeister aus der Nachkommenschaft der ehemaligen Bewohner und der heutigen Eigentümer der Flur gewählt.

Man nennt das Rügerrieth auch "ein versunkenes Dorf". Das einzige Gebäude, das noch erhalten ist, ist eine alte Schafscheune. So manche Sage rankt sich um dieses Dorf: Ist es ein Ort, der wegen seiner schlechten sumpfigen Böden, also aus landwirtschaftlichen Gründen, aufgegeben wurde? Ist es ein Ort, der im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde und dann nicht wieder aufgebaut wurde? Oder ist es ein Dorf, bei dem die Herrschaft zu viel Steuern verlangt hat, so dass er nach und nach von den verarmten Bauern verlassen wurde? Keiner weiß das so genau.

Die Kirchengemeinden Michelfeld, Mainbernheim, Obernbreit und Willanzheim laden immer an Pfingstmontag ins Rügerrieth zum ökumenischen Gottesdienst ein -unter Mitwirkung der vereinigten Posaunenchöre und der Rügerriethgemeinschaft- . Nach dem Gottesdienst gibt es immer einen Imbiss.