Unser Pfarrer Martin Strack im wohlverdienten Ruhestand

Pfarrer Martin Strack verabschiedet

 

Nach siebeneinhalb Jahren Seelsorge in Obernbreit wurde Pfarrer Martin Strack am 3. Advent von Dekan Hanspeter Kern in den Ruhestand verabschiedet - fast auf den Tag genau 36 Jahre nach seiner Ordination und nach 38 Jahren beruflichen Wirkens. 

Eine große Gottesdienstgemeinde war gekommen, als Pfarrer Martin Strack,  begleitet von den Klängen des Posaunenchors und Hermann Wurl an der Orgel seinen Abschiedsgottesdienst in Obernbreit hielt. Dekan Kern würdigte in  seinem Rückblick sein Wirken an den verschiedenen Stationen, an denen Pfarrer Strack tätig war: Memelsdorf, Neuburg an der Donau, Ingolstadt, Kempten als Militärseelsorger, Obereisenheim, Herzogenaurach, wo er am Neubau eines Gotteshauses mitwirkte und schließlich Obernbreit. Gottesdienst und Seelsorge seien seine klaren Schwerpunkte gewesen, aber auch die Ökumene und die Kirchenmusik lagen ihm am Herzen. In Obernbreit hat Pfarrer Strack zuletzt selbst den Posaunenchor dirigiert.
Im Mai 1953 wurde Pfarrer Strack als ältestes von fünf Geschwistern in einer Familie geboren, in der Kirche, Diakonie und Jugendarbeit eine wichtige Rolle spielten. Etliche Jahre war ein Pfarrhaus in der Nähe von Göttingen sein Zuhause. Nach dem Abitur hat er in München, Tübingen und Erlangen Germanistik und Theologie studiert und 1980 als Vikar seine Laufbahn als Pfarrer in der Bayrischen Landeskirche begonnen. Pfarrer Strack ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder (drei Töchter) sowie vier Enkelkinder.

Der Verabschiedungsgottesdienst stand unter dem Motto "unter WEG s mit vielen guten Wünschen und Gottes Segen" und Pfarrer Strack stellte seine Predigt unter einen Bibeltext des Evangelisten Lukas. Gleich im Anschluß an den Gottesdienst und die Entpflichtung als Pfarramtsführer erfolgten die Grußworte der Ehrengäste. Von der politischen Gemeinde Obernbreit sprach 1. Bürgermeister Bernhard Brückner; der Senior des Pfarrkapitels und künftiger Vakanzvertreter Pfarrer Peter Stier, Marktsteft; von der katholischen Pfarrgemeinde Marktbreit-Obernbreit Gemeindereferentin Erika Gerspitzer; vom evang.Kindergarten "Apfelwiese" die Leiterin Christa Wirsing; vom Seniorenkreis Helga Buchta und von der evang.Kirchengemeinde der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes, Reinhold Weber, der auch die Verabschiedung moderierte. Eine gelungene Überraschung bereiteten am Ende des Gottesdienstes die Kindergartenkinder mit ihren Eltern, die mit Gesang in die Kirche einzogen und jedes ihrem Pfarrer eine Rose mit angeheftetem Wunsch für seinen Ruhestand überreichten. 

Im Anschluß an den Gottesdienst fand im benachbarten Nikodemushaus ein Empfang/Begegnung für die gesamte Gemeinde statt, bei der die Gelegenheit bestand, sich persönlich von Pfarrer Strack zu verabschieden. Die Obernbreiter Symbolfiguren "Hucklkätz" sowie das gesamte Kindergartenteam ließen es sich hierbei nicht nehmen, mit ihren Auftritten den Empfang zu bereichern.

Pfarrer Martin Strack wird nun in seinem Ruhestand seinen Lebensmittelpunkt nach Münchsteinach verlegen. 

Auf dem Bild1: links: Pfarrer Martin Strack, rechts Dekan Hanspeter Kern

Auf dem Bild 2: v.l.n.r.: Dekan Hanspeter Kern, Erika Gerspitzer, Pfr. Peter Stier, Pfr. Matthias Wagner, Pfr.i.R. Wilhelm Erhard, Pfr.Martin Strack.

Fotos: Birgit Gehre

 


 

Im Mai 1953 wurde ich als ältestes von fünf Geschwistern in einer Familie geboren, in der Kirche, Diakonie und Jugendarbeit eine wichtige Rolle spielten. Etliche Jahre war ein Pfarrhaus in der Nähe von Göttingen mein Zuhause. Nach dem Abitur habe ich in München, Tübingen und Erlangen Germanistik und Theologie studiert und habe 1980 als Vikar meine Laufbahn als Pfarrer in der Bayrischen Landeskirche begonnen.

Ich bin verheiratet und zu meiner Frau und mir gehören drei erwachsene Kinder (drei Töchter) und deren Partner, die bei uns die "Eingekinderten“ sind. Uns alle verbinden die Musik, das Reisen, das gemeinsame Essen und ein guter Tropfen Wein. Die Sprache verrät uns mitunter, denn der Allgäuer Dialekt der Familie meiner Frau lässt sich manchmal nicht unterdrücken.

Eine besondere Beziehung habe ich seit einer Konfirmationsreise, die mir mein Patenonkel schenkte, zu Unterfranken. Das Mainfränkische Museum in Würzburg war das zweite Museum, das ich in meinem Leben kennen lernte. Würzburg und die Gegend Tauberfranken bringe ich immer zusammen mit den Kunstwerken, die es dort zu bewundern gibt. Tilman Riemenschneider und seine Werke sind für mich so sehr eine Synthese von Glaube Kunst und Handwerk, dass ich davon schon als Jugendlicher begeistert war.

Und mindestens so innig ist meine Beziehung zur Musik Johann Sebastian Bachs, die für mich so etwas wie das fünfte Evangelium darstellt. Ob es die Oratorien, die Motetten oder ein bachscher Choralsatz des Posaunenchores sind, sie alle sprechen mich zu bestimmten Zeiten und in vielen Zusammenhängen an, weil sie eine gemeinsame Sprache sprechen: Die des Lobes Gottes.

Ihr Martin Strack