Seniorenkreisveranstaltungen 2022

Dezember-Veranstaltung des Seniorenkreises

Fotovortrag über Jerusalem und Israel -Besuch der Heiligen Stätten von Frau Dekanin Kerstin Baderschneider.

Am 13. Dezember konnten wir unsere Dekanin, Frau Kerstin Baderschneider bei uns im Nikodemushaus begrüßen. Nach einem besinnlichen Wort zusammen mit Pfr. Sebastian Roth nahm sie uns mit auf eine Bilderreise nach Jerusalem sowie zu den Heiligen Stätten in Israel, die einst unser Herr Jesus Christus gegangen sein dürfte. Frau Baderschneider hat in Jerusalem zwei Semester Theologie studiert und hernach auch eine Gemeindereise dorthin unternommen.

Am Ende des unterhaltsamen und informativen Vortrags bedankte sich Frau Buchta mit einem adventlichen Geschenk bei der Dekanin.


November-Veranstaltung des Seniorenkreises

Am 15. Nov. starteten 13 Seniorinnen und Senioren mit drei PKW Richtung Abtswind, wo sie von der Pfrin. Beate Krämer bereits erwartet wurden. Pfrin.Krämer begrüßte uns und freute sich, wieder mal Obernbreiter zu sehen, hatte sie doch viele Jahre in Obernbreit die Orgel gespielt. Zuerst besichtigten wir die Abtswinder St. Marien-Kirche von außen die von einer schönen Kirchenburg eingerahmt ist. Bei der folgenden Kirchenführung brachte Pfrin. Krämer zum Ausdruck, dass sie sich gefreut hat, in einer Marienkirche als Pfarrerin wirken zu können, zumal die Altarbilder allesamt Frauenbilder zeigen, allen voran die Hl. Katharina. Nach der Kirchenführung unternahmen wir einen kurzen Rundgang durch Abtswind um uns dann in der Ölmühle Schwanfelder einzufinden, wo wir bereits vom Inhaber Thomas Schwanfelder erwartet wurden. Dieser erklärte anschaulich, wie aus Traubenkernen, Raps, Walnüssen und Sonnenblumenkernen Öl gewonnen wird. Erstaunt erfuhren wir, dass für einen Liter Traubenkernöl 2.000 Kilo Traubentrestern bzw. 50 kg Traubenkerne nötig sind. Der Abschluß des interessanten Tages bildete das gemeinsame Kaffeetrinken im zur Ölmühle gehörenden gleichnamigen Gasthaus.

 September-Veranstaltung des Seniorenkreises

Am 20. September, nach der Sommerpause, trafen sich 32 Seniorinnen und Senioren im Nikodemushaus zum Fischessen. Nach Begrüßung durch Helga Buchta sprach Pfr. Roth ein geistliches Wort und legte die Tageslosung aus. Dann ging man über zum gemeinsamen Kaffeetrinken. Anschließend unterhielt Helga Buchta die Senioren mit einem heiteren Sprichwörter-Rätsel, indem sie die Anfangswörter von Sprichwörtern und Zitaten vortrug und die Gäste mussten diese erraten und vervollständigen. Am Höhepunkt des Nachmittags ließen sich die Senioren das geräucherte Forellenfilet mit Baguette und Meerrettich schmecken.

 Juli-Veranstaltung des Seniorenkreises

Am 12. Juli trafen sich die Seniorinnen und Senioren am Obernbreiter Rathaus, um Fahrgemeinschaften zu bilden. Mit einigen PKW´s machten sich rd. 20 Personen auf nach Kitzingen um eine Besichtigung und Führung in der dortigen Synagoge zu erleben. Hier erwartete uns bereits die Vorsitzende des Fördervereins ehemalige Synagoge Kitzingen, Frau Margret Löther aus Obernbreit. Bei der Begrüßung zeigte sie sich erfreut, dass wir die erste Gruppe seien, bei der sie sich nicht persönlich vorzustellen braucht. Sie erklärte und wir besichtigten das imposante Gebäude zunächst von außen. Dann ging es zur Rückseite des Gebäudes, wo sich der Eingang zur Mikwe, dem rituellen Bad der Juden, befindet. 

Die ehemalige Synagoge wurde 1883 erbaut und befindet sich in der Landwehrstraße 1. Sie ist ein geschütztes Baudenkmal. Im 16. Jahrhundert befand sich eine hinter dem Stadtgraben im Haus Nr. 6 der Oberen Bachgasse. Seit Mitte der 1870er Jahre sammelte die jüdische Gemeinde Kitzingen mit Hilfe einer Synagogenbaukasse für den Neubau einer Synagoge. Die feierliche Grundsteinlegung fand am 31. Juli 1882 statt. Die Pläne der Synagoge, ein historischer Sandsteinquaderbau mit Backstein im Rundbogenstil, stammen vom Bautechniker Schneider aus Kitzingen; die Ausführung der Bauarbeiten übernahm Baumeister Korbacher. Die Einweihung der Synagoge fand vom 7. bis 9. September 1883 statt.

Die Synagoge wurde in der sogenannten Reichspogromnacht am 10. November 1938 ein Opfer der Flammen. Ein kleiner Andachtsraum erinnert an ihre Vergangenheit.

Am 19. Mai 1993 wurde im Rahmen eines Besuchsprogrammes ehemaliger Kitzinger Juden das restaurierte Synagogengebäude wieder eröffnet. Das Gebäude dient seitdem für kulturelle Veranstaltungen, wie Konzerte. Im Gebäude befindet sich eine Bibliothek über das Judentum. Weiter dient der große Saal zur Zeit dem Stadtrat und seinen Ausschüssen als Tagungsraumdenn die Stadt Kitzingen ist Eigentümer des Gebäudes und der Förderverein verwaltet und nutzt die Synagoge.

1982 wurde der Förderverein mit dem Ziel gegründet, die in der Pogromnacht schwer beschädigte und in den vier Jahrzehnten der Sanierungsverweigerung beinahe gänzlich um ihre Bausubstanz gebrachte Synagoge vor dem Abriss zu bewahren und eine Wiederherstellung des Gebäudes mit einem angemessenem Nutzungskonzept zu bewirken. Heute ist dieses Ziel erreicht. Die Stadt Kitzingen ließ das Gebäude sanieren. Es entstand die sogenannte Alte Synagoge mit Konzertsaal, Tagungsräumen, unserer Bibliothek und der Synagoge in der Synagoge.

Der Förderverein möchte mit Kultur und Geschichte des Judentums bekannt machen. Das geschieht durch Führungen, Konzerte. Vorträge, Theater, Ausstellungen, dem Aufbau eines Archivs, einer Bibliothek und anderen Formen der Öffentlichkeitsarbeit. Er  unterstützt Dokumentationen, hältfür Schulen Unterrichtsmaterialien und Informationen bereit, ermöglicht Kontakte zu ehemaligen Kitzinger Juden und ihren Nachfahren in aller Welt und bietet vom Pflegetag für den Friedhof in Rödelsee bis zum Kulturausflug viele Gelegenheiten mit dem Judentum in Berührung zu kommen.

Am Ende der Führung und der Besichtigung bedankten sich Frau Helga Buchta und Frau Wamsler mit einem Präsent bei Margret Löther herzlich für die Führung und alle Teilnehmer zeigten sich beeindruckt vom umfangreichen Wissen und dem Engagement von Frau Löther. 

 

 

 

Mai-Veranstaltung des Seniorenkreises

Im Mittelpunkt des Mai-Treffens des Seniorenkreises Obernbreit stand der Reisebereicht von Pfr. Sebastian Roth über seine Studienreise nach Georgien im Jahre 2018.

Georgien ist ein eurasischer Staat im Südkaukasus, östlich des Schwarzen Meeres und südlich des Großen Kaukasus gelegen. Im Norden wird er von Russland, im Süden von der Türkei und Armenien, im Osten von Aserbaidschan begrenzt. Die Landesteile Abchasien und Südossetien sind abtrünnig und werden nur von Russland und einigen weiteren Staaten als souverän anerkannt.

Mit rund 3,7 Millionen Einwohnern (2020) auf einer Fläche von 57.215 km² (ohne die abtrünnigen Landesteile) ist Georgien eher dünn besiedelt. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadtregion um Tiflis, weitere große Städte sind BatumiKutaissi und Rustawi.

Georgien ist ein christlich geprägtes Land, im Jahr 337 wurde das Christentum zur Staatsreligion Iberiens erklärt. Seit dem Frühmittelalter ist die Orthodoxie ein Symbol der Nation. 84 Prozent der Bevölkerung gehören der autokephalen Georgischen Orthodoxen Apostelkirche an. Patriarch der Kirche ist Ilia II. An jedem Unabhängigkeitstag steht er mit der Regierung auf dem Podium und er segnet das Parlament zu Beginn einer Legislaturperiode. Ein Konkordat sorgt bei verfassungsmäßig garantierter Religionsfreiheit für eine herausgehobene Stellung der georgischen Orthodoxie, der als einziger Religionsgemeinschaft Steuerfreiheit sowie eine öffentlich-rechtliche Organisationsform zugebilligt werden. Diese Sonderstellung wurde im Oktober 2002 in einem Verfassungsabkommen festgeschrieben, welches die christliche Orthodoxie praktisch zur Staatsreligion erklärt. 9,9 Prozent der Einwohner Georgiens sind Muslime.

3,9 Prozent verteilen sich auf die Religionsgemeinschaften der Armenier (200.000 Menschen Armenische Apostolische Kirche), der Katholiken (insgesamt 0,8 Prozent der Bevölkerung, davon 60.000 Menschen Armenisch-katholische Kirche, 50.050 Römischer Ritus, 3.000 Chaldäisch-katholische Kirche), der Protestanten (LutheranerBaptisten und Pfingstler), der JesidenJuden (rund 10.000 im Jahr 2004 und der Zeugen Jehovas (18.619 im Jahr 2016).

In den 1990er Jahren wurden Kirchenbauten religiöser Minderheiten, unter anderem der Katholiken, enteignet und der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche übergeben. Immer wieder kommt es zu religiös motivierten Ausschreitungen gegen Minderheiten, darunter gegen die Zeugen Jehovas und gegen die Baptisten. Georgien stand bis 2004 auf einer Liste der US-Kommission zur Religionsfreiheit in der Welt (USCIRF), die jene Länder nennt, in denen die Religionsfreiheit am wenigsten gewährleistet ist. Erst nachdem Georgiens Strafverfolgungsbehörden gehandelt hatten, ließ die Zahl der Überfälle nach und Georgien wurde aus der Liste entfernt. Am 7. Juli 2011 wurden per Gesetz auch die nichtorthodoxen Religionsgemeinschaften, die einen historischen Bezug zum Land haben oder einen entsprechenden Status in einem Mitgliedsland des Europarates besitzen (Katholiken, Baptisten, Juden, Moslems sowie die armenisch-apostolische Glaubensgemeinschaft), rechtlich abgesichert. Der Europarat begrüßte den dadurch gewährleisteten Schutz religiöser Minderheiten in Georgien ausdrücklich. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ein evangelischer Gottesdienst fast drei Stunden währt. Denn dieser wird in drei Sprachen gehalten, Deutsch, Russisch und Georgisch.

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