Volkstrauertag 2020

Der diesjährige Volkstrauertag stand ganz im Zeichen des Erinnerns, des Gedenkens und der Mahnung für 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges. Coronabedingt konnte die Kirchenparade der Vereine in ihrer bisherigen Form leider nicht durchgeführt werden. Statt dessen hatten sich einige Vereine mit ihren Fahnenabordnungen in der St.Burkard Kirche zu Obernbreit eingefunden, um einen Festakt im Rahmen des Gedenkgottesdienstes unter den vorgeschriebenen Hygienebedingungen zu begehen. Pfarrer Sebastian Roth stellte in den Mittelpunkt seiner Predigt den Bibeltext von Lukas 16, "Der untreue Verwalter". Die Fürbittengebete trugen abwechselnd Bürgermeisterin Susanne Knof und der Vorsitzende der Soldaten- und Bürgerkameradschaft, Reinhold Weber, vor. 

Die Bürgermeisterin brachte in ihrer Ansprache  zum Ausdruck, dass, nachdem am 8. Mai 1945 der 2. Weltkrieg in Europa endete, wir hier bei uns seit 75 Jahren in Frieden leben dürfen. Angesichts dessen könnte sich die Frage stellen: „Brauchen wir den Volkstrauertag eigentlich noch?“ Zugegeben, das klingt provokativ. Aber bei genauer Betrachtung kann die Antwort darauf nur „ja“ lauten! Die Vergangenheit mit ihren geschichtlichen Fakten und dem Verhalten der Menschen in dieser Zeit darf man nicht leugnen oder verändern. Sie ist Teil der nationalen und internationalen Geschichte und unveränderbar. Unsere Großeltern und Eltern haben die schrecklichen Zeiten des 2. Weltkrieges erlebt. Doch die Erinnerung schwindet mit den Jahren. Zeitzeugen sterben und die Nachkommen verlieren den Bezug zu vergangenen Ereignissen. Damit genau das nicht passiert, sind Gedenktage wie der Volkstrauertag so wichtig.

Eingangs bedankte sich Frau Knof bei Pfarrer Roth dafür, dass die gute Tradition des Zusammenwirkens von Kirche, politischer Gemeinde und der Soldaten- und Bürgerkameradschaft fortgeführt wird.  Außerdem galt ihr Dank der Kameradschaft, die wieder einen maßgeblichen Teil der Gestaltung und Organisation übernommen hat, sowie allen Vertretern der Vereine, die mit ihrer Anwesenheit und ihren Fahnen der Feier einen würdigen Rahmen verliehen haben.

Fotos:Lutz Gehre, Reinhold Weber